Burgen und Schlösser verbinden uns Polen und Deutschland – ein neues touristisches Angebot an der polnisch-deutschen Grenze.

Am 13. September 2025 fand auf Schloss Czocha eine Informations- und Werbeveranstaltung im Rahmen des strategischen Projekts „Burgen und Schlösser verbinden Polen und Deutschland“ statt, das von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg-Kooperationsprogramms Polen-Sachsen 2021–2027 kofinanziert wird. Zu den Projektpartnern gehören die Niederschlesische Tourismusorganisation und die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH.

 „Die gemeinsame und koordinierte Förderung von Burgen und Schlössern wird mehr Touristen anziehen und so die wirtschaftliche Entwicklung der Grenzregion fördern – die Stärkung lokaler Unternehmen, des Handels und des Dienstleistungssektors sowie die Steigerung von Beschäftigung und Einkommen für die Einwohner. Solche Projekte zeigen, wie wichtig und effektiv grenzüberschreitende Zusammenarbeit sein kann“, betonte ein Vertreter der Verwaltungsbehörde.

 Europäische Werte in der Praxis

Die Veranstaltung brachte Vertreter von mehr als einem Dutzend Schlössern und Burgen, Vertreter der Europäischen Kommission, der Behörden der Woiwodschaft Niederschlesien und Sachsens sowie zahlreiche Gäste, Bewohner der Grenzregion und Touristen zusammen. Das Treffen verdeutlichte, dass es beim Kulturtourismus nicht nur um die Förderung von Geschichte und Architektur geht, sondern auch um die Stärkung des interkulturellen Austauschs und den Aufbau dauerhafter Beziehungen. Das Projekt „ Burgen und Schlösser verbinden uns Polen und Deutschland “ eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Kulturtourismus durch die gemeinsame Förderung der polnisch-deutschen Grenzregion als einheitliches Tourismus- und Kulturgebiet. Durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus, einer Alternative zum Massentourismus, entspricht das Projekt der EU-Priorität einer nachhaltigen Entwicklung des Tourismussektors.

“Das Projekt „Burgen und Schlösser verbinden uns Polen-Deutschland“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Europa vor Ort funktioniert. 80 % des Budgets – 264.000 Euro – stammen aus EU-Mitteln im Rahmen des Interreg-Programms Polen-Sachsen. Dank dieser Investition werden Kultur und Tourismus zu einer Brücke der Verständigung und zu einem Instrument der Integration lokaler Gemeinschaften. Dies ist eine spürbare Präsenz der Europäischen Union in unserer Region – durch Aktivitäten, die Menschen verbinden und neue Perspektiven eröffnen.“ – Joanna Sterzyńska-Lindberg, Direktorin der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Polen.

Förderung des historischen Erbes

Die Hauptziele des Projekts sind die Entwicklung des Kulturtourismus an der Grenze zwischen Niederschlesien und Sachsen und die Stärkung der sozialen Bindungen über die Grenzen hinweg. Die Projektpartner planen, Burgen und Schlösser in der polnisch-deutschen Grenzregion gemeinsam zu fördern, aber auch langfristige Initiativen durchzuführen, wie zum Beispiel:

  • die Schaffung einer Europäischen Route der Burgen und Schlösser Polen-Deutschland,
  • die Entwicklung touristischer und pädagogischer Angebote,
  • gemeinsame Marketingaktivitäten,
  • die Integration der Einwohner durch kulturelle Veranstaltungen,
  • die Stärkung der kulturellen Identität und Anerkennung der Region in Europa.

Die Europäische Route der Burgen und Schlösser Polen-Deutschland verbindet Dutzende von Orten auf beiden Seiten der Grenze und fördert die Zusammenarbeit zwischen Tourismusinstitutionen und lokalen Behörden. Dadurch eröffnen sich den Einwohnern und Besuchern der Region neue Freizeitmöglichkeiten – von Bildungs- und Kulturveranstaltungen bis hin zu Kurzreisen und längeren Aufenthalten. Das Projekt stärkt die Verbundenheit mit der lokalen Landschaft und Kultur und steigert die touristische Attraktivität der gesamten Grenzregion.

Gemeinsame Tourismusinitiativen:

Im Rahmen der gemeinsamen Bemühungen der Projektpartner wurden eine gedruckte Routenkarte, Filme zur Förderung von Burgen und Schlössern, Reiseprogramme und ein Plan zur Entwicklung und Förderung der grenzüberschreitenden Route erstellt. Darüber hinaus wurden Werbe- und Informationsmaßnahmen durchgeführt: Websites und eine Online-Kampagne wurden gestartet, Mitarbeiter der Touristeninformationszentren auf beiden Seiten der Grenze geschult und eine grenzüberschreitende Veranstaltung für Einwohner und Touristen organisiert.

 Immaterielle Vorteile

Das Projekt setzt die Ziele der EU-Kohäsionspolitik – die regionale Entwicklung als Teil der Entwicklung der gesamten Union – wirksam um. Neben wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen bietet es auch immaterielle Vorteile:

  • Gemeinschaftsgefühl,
  • Sicherheit,
  • und Stolz auf das lokale Erbe.

 Veranstaltungsprogramm

Folgende Redner nahmen am offiziellen Teil der Veranstaltung teil:

  • Wojciech Biliński – Direktor der Abteilung für Sport und Tourismus im Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien,
  • Thomas Trepmann – Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung,
  • Joanna Sterzyńska-Lindberg – Direktorin der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Polen,
  • Agnieszka Gintowt-Dziewałtowska – Stellvertretende Direktorin der Abteilung für Territoriale Zusammenarbeit im Ministerium für Fonds und Regionalpolitik,
  • Olaf Franke – Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH.

 Anschließend wurden den Gewinnern des Wettbewerbs „Bestes Tourismusprodukt in Niederschlesien“ Urkunden überreicht.

Ein reichhaltiges künstlerisches und kulturelles Angebot

Die Teilnehmer genossen zahlreiche Attraktionen. Auf der Bühne gab es:

  • Ritterkampfshows,
  • Konzerte mit Alter Musik,
  • Präsentationen von Burgen und Schlössern (darunter Schloss Wleń, der Fürstenturm in Siedlęcin und Schloss Kliczków, Schloss Łomnica, Schloss Prinz Heinrich, Schloss Pakoszów, Schloss Sobieszów, Zinzendorf Berthelsdorf, Schloss Grodziec),
  • spektakuläre Auftritte von Feuerwehrgruppen,
  • Turniere mit unterhaltsamen Zuschauerveranstaltungen.

 Ergänzt wurde die Veranstaltung durch Werbestände für Schlösser und Burgen, ein historisches Wissensquiz und einen Kinderspielbereich.